Gemeinsam durchhalten - die Pandemie ist endlich!

Ja, dieses Virus ist eine Zumutung: wir vermissen den Sport mit unseren Freund*innen im Verein, die Emotionen, die Leidenschaft, das gemeinsame Glücksgefühl nach einem Sieg, den gemeinsamen Frust nach einer Niederlage. Unser Herz zerreißt wegen der abgesagten Skifreizeit der Vereinsjugend in den Weihnachtsferien, auf die wir uns seit Monaten, ach was, seit Ende der vergangenen Skifreizeit so sehr freuen.

Im Wort „Gemeinsam“ steckt auch das Wort „einsam“ drin. So fühlen wir uns, wenn wir allein unsere Jogging-Runde drehen. Doch in Gedanken sind wir auch dann bei unserer Trainingsgruppe, unserer Mannschaft, unseren Freund*innen.

Es ist das sogenannte Präventionsparadox, dass sobald sich die Infektionszahlen auch nur stabilisieren (übrigens bei steigenden Todeszahlen!) manche die Einschränkungen für zu weitgehend halten und die Öffnung des Sports, zumindest des Kinder- und Jugendsports, fordern. Dabei wird übersehen, dass wir die Infektionszahlen nur deshalb gemeinsam stabilisiert haben, weil wir uns an die Vorsichtsmaßnahmen und die damit verbundenen belastenden Einschränkungen gehalten haben.

Gut, dass es in einer Demokratie unterschiedliche Meinungen und Ansichten gibt. Unsere Meinung ist, dass es vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemielage vorerst bei den bestehenden Regelungen bleiben sollte - auch wenn dies bedeutet, dass gemeinsamer Sport (dessen Bedeutung für Kinder und Jugendliche nicht genug betont werden kann!) noch eine gewisse Zeit lang kaum möglich ist. Für Forderungen nach weitergehenden Öffnungen ist es unserer Ansicht nach leider zu früh.

Lasst uns das bitte weiterhin gemeinsam durchhalten – die Pandemie ist endlich. Bald wird dieser ganze Spuk vorbei sein, wir werden uns wieder in echt sehen, nicht nur online. Wir werden die Emotionen, die Leidenschaft, das Glücksgefühl nach einem Sieg, den Frust nach einer Niederlage wieder gemeinsam erleben. Was für eine Freude wird das sein!

Der Vorstand der Badischen Sportjugend